Hitman 3 beweist im Test, dass der Titel auch fünf Jahre nach Erscheinen von Hitman 1 nichts an Reiz verloren hat. Wer allerdings spielerische Neuheiten in der „World of Assassination“ sucht, der wird enttäuscht. Vielmehr haben die Entwickler hier nur ein Erweiterungspaket zum Vollpreis verkauft. Doch es lohnt sich! Was ihr für den Vollpreis bekommt und vor allem was nicht, erfahrt ihr in den nachfolgenden Zeilen.
Hierbei gilt zu beachten: Spielt ihr bereits vor und übernehmt erst dann die Spielstände, wird euer bisheriger Fortschritt gelöscht. Unschön gelöst. PC-Spieler haben ein ähnliches Problem im Zuge der Umstellung von Steam auf Epic Games Store. IO Interactive arbeitet wohl an einer Importfunktion. Xbox-Spieler haben es hier am einfachsten und übernehmen einfach direkt alles.
Hitman 3 – Von Dubai über Berlin bis hin nach Chongqing: Agent 47 auf Weltreise
Ich will hier gar nicht lange um den heißen Brei reden: Hitman 3 ist ein sehr kurzes Intermezzo, wenn ihr lediglich die Missionen einmalig durchzocken wollt. Ich habe lediglich 4 Stunden, 39 Minuten für meinen Durchlauf benötigt. Die letzte Mission ist dabei sogar noch mitunter die enttäuschendste, weil es sich hierbei um ein lineares Level ohne großartige Möglichkeiten handelt. Neben der Storyline gibt es noch die bereits bekannten Escalation Contracts. Hier sorgen Spieler und Entwickler zugleich für abwechslungsreiche Missionen, um so die Sandbox noch attraktiver zu machen.
Hitman 3 bietet bei den Kills einen ausgewogenen Mix aus bekannten Spielereien wie dem explosiven Golfball bis hin zu völlig neuen Signature-Kills. Diese will ich euch aber nicht spoilern, weil sie mitunter absurd genial sind, gleichermaßen schwierig zu erreichen. Eine kleine Neuerung ist, dass ihr nun Abkürzungen permanent freischalten könnt. Die oben bereits erwähnte Kamera dient dazu, elektronische Geräte zu hacken. Beispiel Dubai: Damit lassen sich Fenster beispielweise öffnen.
Hitman 3 – Bekannte Tricks, bekannte Probleme
Wer schon die Vorgänger gespielt hat, wird sich auch in Hitman 3 sofort heimisch fühlen. Das liegt mitunter an der nach wie vor dämlichen KI, die sich komplett durch eine simple Münze austricksen lässt. Oder noch einfacher: Werft eine Waffe in die Nähe einer Wache und die guckt erstmal doof aus der Wäsche, um das Teil hinterher brav für euch wegzubringen. Jemanden informieren, dass da was im Busch ist? Nope. Immerhin tun sie das, wenn es wirklich offensichtlich ist.
Wie eine echte Knarre habt ihr vor dem Abdrücken einen Widerstand. Beim richtigen Maschinengewehr umso mehr. Und mein persönliches Highlight: Der Auslöser der Kamera im Spiel wird absolut perfekt vom DualSense eingefangen. Es fühlt sich an als würdet ihr eine echte Fotokamera benutzen.
Hitman 3 – Technisch einwandfrei
Während PC-Spieler noch auf Ray Tracing warten müssen, zeigt euch die PS5-Version des Spiels, wie gut Hitman 3 aussehen kann. Nicht nur, dass der Titel 4K60 FPS bietet, die riesigen Locations wirken schlicht atemberaubend. Die Engine mag zwar alt sein, doch IO Interactive holt alles aus dieser heraus. An dieser Stelle eine Warnung an PS4-Zocker: Auf Sonys alter Dame gibt es eine sehr instabile Framerate. Auch die PS4 Pro schafft es nicht mehr, das Geschehen ruckelfrei darzustellen. Einmal mehr zeigt sich der Vorsprung durch Technik der PS5.